Schirmherrschaft: OB Dieter Reiter
Gefördert vom Kulturreferat der Stadt München

Idee, Konzept, Realisation, V.i.S.d.P.
Wolfram Kastner, Michael Wladarsch

30. April 1945
Tag der Befreiung

Mit dem Einmarsch der Rainbow Division der US-Army am 30. April 1945 wurden das Nazi-System und die „Hauptstadt der Bewegung“ beendet. Am 8. Mai 1945 musste der Nazi-General Jodl die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht unterzeichnen. Damit war der verbrecherische Krieg beendet.
Wir alle haben den alliierten Siegermächten den Frieden und die Befreiung vom Nazi-System zu verdanken und sollten das – wie in anderen Ländern – feiern. Wir setzen damit ein Zeichen für Freiheit und Frieden sowie gegen Geschichtsvergessenheit und braunen Sumpf.

„Freiheit wird nicht gegeben, man muss sie sich nehmen“
(Meret Oppenheim)

1945 begann ein mühsamer Prozess der Demokratisierung und der Entwicklung von Freiheitsrechten, der bis heute andauert. Gerade in Krisenzeiten ist die demokratische freiheitliche Struktur einer Gesellschaft besonders wichtig und einer belastenden Bewährungsprobe ausgesetzt.  Wir dürfen die Gefahren für die Demokratie nicht verharmlosen, wir dürfen Freiheitsrechte nicht leichtfertig aufs Spiel setzen und müssen sie mit Geschichtsbewusstsein bewahren und weiterentwickeln.
Der braune demokratiefeindliche Virus ist leider nicht verschwunden, Infektionswege sind zu stoppen und Widerstandskräfte zu stärken. Wir sind alle in der Verantwortung, uns gegen Hass und Gewalt zu wehren und für freiheitliche Menschenrechte offen und sichtbar einzustehen.

Am 30. April 1945 waren nur wenige weiße Fahnen in München zu sehen. 75 Jahre danach sollen weiße Fahnen und Tücher in der ganzen Stadt wehen, als Zeichen für Frieden und Freiheit, gegen Krieg, Hass und Gewalt. Um 12.00 Uhr wollen wir gemeinsam die Freiheit beklatschen, besingen oder bejubeln.


Befreiung 11
Polizeiprasidium
Befreiung 09
Lenbachhaus-Typo
Bild aus der Befreiung
Hofbrauhaus
Befreiung 03
Haus der Kunst
P1120207
Bild aus der Befreiung
Befreiung 10
Pinakothek
Befreiung 01
Frauenkirche
Bild aus der Befreiung
KuRefM-weisse-Fahnen
Befreiung 04
Bild aus der Befreiung
Billboard-Retouche
Befreiung 08
Bild aus der Befreiung
Befreiung 05
Bild aus der Befreiung
Rathaus-Typo
Befreiung 07
Bild aus der Befreiung
Maxim3
Befreiung 06
Bild aus der Befreiung
Werbung
Bild aus der Befreiung
Befreiung 02
Befreiung 11 Polizeiprasidium Befreiung 09 Lenbachhaus-Typo Bild aus der Befreiung Hofbrauhaus Befreiung 03 Haus der Kunst P1120207 Bild aus der Befreiung Befreiung 10 Pinakothek Befreiung 01 Frauenkirche Bild aus der Befreiung KuRefM-weisse-Fahnen Befreiung 04 Bild aus der Befreiung Billboard-Retouche Befreiung 08 Bild aus der Befreiung Befreiung 05 Bild aus der Befreiung Rathaus-Typo Befreiung 07 Bild aus der Befreiung Maxim3 Befreiung 06 Bild aus der Befreiung Werbung Bild aus der Befreiung Befreiung 02

Wir zeigen, dass wir aus der Geschichte lernen die Würde und Freiheit aller Menschen zu achten und uns für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen.
Nichts tun wäre das falsche Signal!

Wir suchen Ihre Bilder

Bitte senden Sie uns Bilder von Fahnen an Ihren Häusern oder Impressionen von „gefundenen” Fahnen.
Wir freuen uns über jedes Feedback – Danke.

Wir wollen den Tag der Befreiung den 30. April 1945 lebendig werden lassen und suchen dazu Fotografien aus München, die zu dieser Zeit gemacht wurden. Diese Bilder werden auf einer interaktiven Karte von München im Rahmen einer Online Ausstellung präsentiert.
Wenn Sie noch ein Fotoalbum mit Aufnahmen aus dieser Zeit besitzen oder jemand kennen, der ein solches besitzen könnte, freuen wir uns über eine digitale Version (Scan, Foto vom Foto) für unsere Website. Schön wäre es, den Ort und das Datum oder auch weitere Hintergründe zur Aufnahme zu kennen. Selbstverständlich werden Ihre Angaben nach den Richtlinien des Datenschutz behandelt.



Widerstand gegen das Nazi-Regime in München

Wenige mutige Menschen leisteten Widerstand gegen das Nazi-Regime. Ihre Beweggründe waren ebenso unterschiedlich, wie die Art und Weise ihres Handelns. Die große Mehrheit jedoch war mit dem verbrecherischen NS-System einverstanden oder verhielt sich angepasst und unauffällig.
Wir wollen beispielhaft Personen würdigen, die aktiv Widerstand leisteten. Ihr Beispiel kann und soll für Gegenwart und Zukunft als Anregung und Ermutigung dienen.

Sylvia Klar
Max Klar

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Walter Klingenbeck
(1924 – 1943)

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Ernst Lörcher
(1907 -1991)

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Ludwig Koch
(1909 – 2002)

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Karl Schörghofer
(1879 – 1962)

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Ludwig Linsert
(1907 – 1981)

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Michail Kondenko
(1906-1944)

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Otto Kohlhofer (1915 – 1988)

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Marie-Luise Schultze-Jahn
(1918 – 2010)

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Martina Partsch
(1896-1968)

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Karl Reisinger
(1906-1983)

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Josefa Mack
(1924-2006)

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Franz Fellner
(1922-1942)

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Wilhelm Brandtl
(1878-1956)

Waldemar von Knoeringen
(1906-1971)

Lothar König
(1906-1946)

Karl Zimmet
(1895-1969)

Karl Osolin
(1902-1944)

Karel Mervart
(1918-1945)

Iwan Korbukow
(1918-1944)

Heinrich Otto Wieland
(1877-1957)

Franz Limmer
(1908-1993)

Franz Faltner
(1901-1981)

Emil Muhler
(1892-1963)

Augustin Rösch
(1893-1961)

Annemarie Cohen
Rudolf Cohen

Anna Bauer
Hans Bauer

Alfred Delp
(1907-1945)

Online Ausstellung

Unserer interaktiven Karte – unserem Ausstellungsraum – finden Sie historische Bilder, unsere Visionen zu den weißen Fahnen im öffentlichen Raum und die Dokumentation der tatsächlich aufgehängten weißen Fahnen. Wir schaffen es leider nicht in Echtzeit, aber wir arbeiten dran ; )
Das Bildmaterial wurde mit freundlicher Genehmigung der jeweiligen Rechteinhaber verwendet.


Unterstützer, Förderer
und Orte für offizielle Fahnen

Akademie der Bildenden Künste, Akademie der Schönen Künste, AWO, Bayerischer Landtag, BMW, Börse München, DGB-Haus, Deutsches Museum, Erlöserkirche, Haus der Kulturinstitute, Haus der Kunst, Hochschule für Fernsehen und Film, Hochschule für Musik und Theater, Hotel Deutsche Eiche, Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern, Jagd und Fischerei Museum, Kinder- und Jugendmuseum, Lenbachhaus, Monacensia, Münchner Philharmoniker, Münchner Stadtmuseum, Museum of Urban and Contemporay Art, Museum Brandhorst, NS-Dokumentationszentrum, Olympiapark, Rathaus – Marienplatz, Rationaltheater, Residenztheater, Schauburg – Theater für junges Publikum, Sendlinger Kulturschmiede, Sparkassenverband Bayern, SPD Oberanger, Staatliches Museum Ägyptischer Kunst, Staatskanzlei, Staatsoper, Stadtarchiv, Stemmerhof, Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Technische Universität München, Valentin – Karstadt Musäum, VHS München, Villa Stuck, Geschichtswerkstatt Dorfen

ver.di – Bezirk München & Region, GEW – Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, SPD München und Bayern, Kurt-Eisner-Verein / Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern, München ist bunt, Das andere Bayern, Bund für Geistesfreiheit München, Kulturverein Isar-Loisach, VVN-BdA Kreis München, Beth Shalom, US-Generalkonsulat München, Sepp Bierbichler, Michaela Dietl, Till Hofmann, Robert Hültner, Dr. Sylvia Katzwinkel, Claus-Peter Lieckfeld, Ecco Meineke, Terry Swartzberg, Gunna Wendt u.v.a.m.

Schirmherrschaft:
Oberbürgermeister der Stadt München, Dieter Reiter
Gefördert durch das Kulturreferat der Stadt München

Idee, Konzept und Organisation:
Wolfram P. Kastner
Institut für Kunst und Forschung
Michael Wladarsch
84 GHz – Raum für Gestaltung

Das bedeutet Freiheit für mich:

18 Kommentare

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  1. Freiheit ist für mich die Abwesenheit von jeder Art von Behinderung.
    Sie ist nicht einfach da, sondern erfordert persönlichen Einsatz und Engagement.
    Freiheit „herrscht“ nicht.

  2. Freiheit ist tun und lassen zu können was ich mag, denken zu können was ich für richtig finde, ohne Angst jeweils unter dem Aspekt: wenn ich die Freiheit der anderen als meine Grenze sehe. Aber diese Möglichkeiten auch für alle anderen Menschen auf der Welt, nicht nur für mich im reichen Norden lebend: das Recht auf ein gutes Leben egal in welchem Kontinent die Menschen leben, frei von Existenzängsten, Krieg, Zerstörung und Raubbau an der Natur, frei von rassistischen und politischen Verfolgungen.
    Freiheit für Alle bedeutet auch für mich die größtmögliche Freiheit.

  3. Seine Meinung sagen zu können, ohne Angst, dafür mit dem Leben zu bezahlen.

  4. Frei zu sein von der faschistischen Ideologie und ihren Nachfolgern, früher und heute, hier und anderswo.
    Das ist mein Lebensziel.

  5. Zu leben und zu denken was ich möchte, und das ist in unserem Lande möglich. Wenn ich die alten Kriegsunterlagen meiner Ahnen anschaue oder in Archiven stöbere, bin ich froh das der Kelch des Krieges an meiner Generation bis jetzt vorbei ging. Allerdings ist Freiheit ein zerbrechliches Gut und immer mehr antidemokratische Mächte machen sich auf dies zu zerstören. Wir müssen zusammen stehen und jeden beschützen ob Mann, Frau, Kind, Behindert, Ausländer, Migrant, Deutscher. Es darf nie wieder passieren! Gestern war erst wieder ein Aufmarsch in Pasing… Die Mächte schlafen nicht sie ruhen leider nur, aber sie wurden wieder erweckt.

  6. Die Möglichkeit offen und ohne Angst miteinander leben zu können. Das Gefühl haben zu können, eine gemeinsame Welt mit den vielen verschiedenen Mitmenschen zu bewohnen.

  7. Eigentlich hätte ich immer gesagt, Freiheit ist für mich die Freiheit vor Zukunftsängsten, die Freiheit zu sagen, was ich Denke ohne vom Staat oder Arbeitgeber Angst haben zu müssen. Die Freiheit zu lieben wenn ich möchte und zu glauben oder nicht zu glauben wie es mir beliebt.
    Aber in der jetzigen Situation merke ich, dass Freiheit auch ist hinzugehen wohin ich mag und wann ich möchte.

  8. „People have only as much liberty as they have the intelligence to want and the courage to take.“

    (Emma Goldman)

  9. Ein friedliches Leben ohne Zwang und Kinder von religiösen Traditionen zu verschonen.

  10. Uneingeschränkter Zugang zu Bildung und Kunst. Soziale Gerechtigkeit auf allen Kanälen.
    Eine friedvolle Demokratie und mein Rennrad, natürlich…

  11. Ihre drei schönsten Erscheinungsformen: Die Offene Weite, der Raum und die Bewegung in der Begegnung der Schöpfung, eines Kunstwerks, des Anlitzes eines anderen Menschen.

  12. Frei sein vom Diktat des Profits, frei sein von Krieg und Ausbeutung, frei sein, die Welt so zu gestalten, dass sie für alle Menschen lebenswert ist-das ist meine Utopie umfassender Freiheit.

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